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Nutzen von PROMs für die klinische Praxis

Ermittlung und Kommunikation des Therapie- und Unterstützungsbedarfs

Die Selbstwahrnehmung von Patient:innen, z.B. hinsichtlich ihrer Symptombelastung, kann sich erheblich  von der Einschätzung der Gesundheitsfachpersonen unterscheiden.

PROMs können zu einer verbesserten Problemerkennung beitragen, indem krebs- oder therapiebedingte Belastungen häufiger und in einem früheren Stadium erkannt werden, insbesondere wenn die Symptome nicht leicht zu beobachten sind (z.B. Fatigue, emotionale Belastung) oder die Themen sensibel sind (z.B. Sexualität).

Sie können zudem die Kommunikation zwischen Gesundheitsfachpersonen und Patient:innen verbessern, indem sie

  • das Bewusstsein und die (Selbst-)Wahrnehmung von Patient:innen steigern
  • Patient:innen dabei unterstützen, ihre Anliegen zu formulieren
  • Gesundheitsfachpersonen für individuelle Bedürfnisse sensibilisieren.

Studien1,2 zeigen, dass PROMs zu häufigeren Gesprächen über für Patient:innen bedeutsame Themen führt, einschließlich Bereichen der Lebensqualität außerhalb von Symptomen (z.B. berufliche, soziale oder finanzielle Schwierigkeiten).

Adam, Burton, Bond, Bruin, & Murchie, 2016; Atkinson et al., 2015; Gilbert et al., 2015; Jacobsen, Moldrup, Christrup, & Sjogren, 2009; Xiao, Polomano, & Bruner, 2013

1 Graupner et al. 2021; 2 Kotronoulas et al. 2014