Auswahl von PROMs für die klinische Praxis
Auswahlprozess
Die Auswahl von PROMs für ein bestimmtes klinisches Setting gelingt am besten mit einer strukturierten, schrittweisen Herangehensweise auf Grundlage der identifizierten Bedarfe und der entsprechenden Instrumente.
Welche von Patient:innen berichteten Themen werden Ihrer Wahrnehmung nach in Ihrem Setting nicht ausreichend erfasst?
Spezifizieren Sie für:
- alle Patient:innen oder bestimmte Patient:innengruppen (z. B. Geschlecht, Alter, Krebsdiagnose)
- spezifische Bedürfnisse (z. B. Therapieform, palliative Versorgung, Stoma)
- Fähigkeit, PROMs auszufüllen (z. B. körperlich, kognitiv)
- die Belastung der Befragten berücksichtigen (z. B. Anzahl der Fragen)
- wenn für die klinische Versorgung erforderlich (Planung/Entscheidungsfindung, Therapiebeginn/-verlauf/-ende, Nachsorge)
- Angemessenheit und Belastung zu jedem Zeitpunkt berücksichtigen (z. B. unmittelbar nach der Diagnose)
- einmalig (z. B. Screening)
- kurze Intervalle (z. B. täglich)
- längere Intervalle (z. B. monatlich)
- die erwartete Veränderung über die Zeit und die Belastung berücksichtigen
PROMs identifizieren, die den definierten Erhebungsbedürfnissen und -zeitpunkten entsprechen.
Berücksichtigen Sie:
- Typ: statische PROMs und/oder anpassbare Item-Sets
- Verfügbarkeit: freie Nutzung vs. Bedingungen (Genehmigung/Lizenzgebühren)