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From Bench to Bedside: Beispiele aus der klinischen Praxis

Beispiel 3: Universitätsklinikum Besançon - Onkologieabteilung, Frankreich - Tagesklinik

Hintergrund

Wir sind Joëlle Fritzsch und Dr. Sophie Paget-Bailly, Forschungskoordinatorin bzw. Forschungsingenieurin. Wir arbeiten in der Abteilung für Methodik und Lebensqualität in der Onkologie am Universitätsklinikum Besançon im Osten Frankreichs. Seit 2016 arbeiten wir gemeinsam an Forschungs- und Routineprojekten zum routinemäßigen elektronischen Monitoring der Lebensqualität (REMOQOL) für Krebspatient:innen.

Über 500 neue Krebspatient:innen pro Jahr beginnen in der onkologischen Ambulanz des Universitätsklinikums Besançon eine systemische Behandlung. Jede:r Patient:in hat vor Therapiebeginn ein eigenes Gespräch mit einer Pflegefachperson. In diesem Gespräch, der sogenannten „caregiver support time“, erläutert die Pflegefachperson die Behandlung und die Nebenwirkungen und bespricht den Bedarf der Patient:in an supportiver Versorgung.

Eine Tagesklinik für supportive Versorgung wurde im Januar 2019 am Universitätsklinikum Besançon eingerichtet. Sie bietet Patient:innen je nach Bedarf Termine mit mehreren Fachkräften der supportiven Versorgung an einem dafür vorgesehenen Ort und zu einer festgelegten Zeit. Patient:innen können dort gesehen werden, nachdem ihre "caregiver support time" stattgefunden und ihr Bedarf an supportiver Versorgung identifiziert wurde, oder immer dann, wenn Onkolog:innen dies für erforderlich halten. Auf supportive Versorgung spezialisierte Onkolog:innen koordinieren den Versorgungspfad der Patient:innen durch die Tagesklinik für supportive Versorgung.

Die elektronischen PRO-Erfassungen sind seit Dezember 2020 für Patient:innen implementiert, die die "caregiver support time" durchlaufen, sowie für jene, die in der Tagesklinik für supportive Versorgung behandelt werden.