Implementierung der PRO-Erfassung in die klinische Praxis
7. Den angestrebten Arbeitsablauf integrieren
Sobald ausreichend Personal geschult wurde, können Sie mit der Routineimplementierung beginnen, indem Sie die PRO-Erfassung über drei Phasen hinweg integrieren.
- Ziel: Erprobung des vorgesehenen PRO-Verfahrens in kleinem Maßstab, um frühe „Kinderkrankheiten“ vor dem breiteren Einsatz zu beheben.
- ePRO-Testlauf: Lassen Sie die IT das Verfahren mit virtuellen Patient:innen durchlaufen, bevor Sie es an echten Patient:innen testen.
- Pragmatische Stichprobe: Beginnen Sie mit einer kleinen Gruppe von Patient:innen, die das PROM ausfüllen können und dazu bereit sind, sowie wenigen motivierten Gesundheitsfachpersonen.
- Monitoring: Beobachten Sie die Implementierung genau, um Probleme bei Arbeitsablauf, Schulung und Benutzerfreundlichkeit zu erkennen und zu beheben.
Nutzen Sie die Erkenntnisse aus der Pilotierung, um den Prozess zu verfeinern und die erweiterte Implementierung zu leiten.
- Voraussetzung: Pilotierung erfolgreich und notwendige Anpassungen umgesetzt, um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten.
- Umfang: Entsprechend den definierten Zielen und der beabsichtigten Abdeckung.
- Tempo: An lokale Gegebenheiten und verfügbare Ressourcen anpassen.
- Empfohlenes Vorgehen: Schrittweise Ausweitung, z. B. eine Patient:innengruppe → mehrere Gruppen → alle Patient:innen; ein Erfassungszeitpunkt → mehrere Zeitpunkte → alle Erfassungszeitpunkte.
- Prinzip: Priorisieren Sie Nachhaltigkeit vor Geschwindigkeit, weiten Sie erst aus, wenn der aktuelle Schritt durchgängig handhabbar ist.
... um umgehend etwaige Probleme oder Anpassungsbedarfe zu erkennen, die in der realen klinischen Praxis auftreten.
Mögliche Monitoring-Methoden:
- Beobachtung der klinischen Praxis, um zu untersuchen, wie die PRO-Erfassung und die Daten genutzt werden
- Analyse der klinischen Dokumentation und/oder der PROM-Software, um die Häufigkeit des Ausfüllens der PROMs und die Nutzung der Daten zu verstehen
- Besprechungen mit Teammitgliedern (z. B. gesamtes Team, einzelne Mitglieder und/oder Verantwortliche), um den aktuellen Stand der Implementierung zu überprüfen und bei Schwierigkeiten geneinsam Lösungen zu finden.
Auf Grundlage des Monitorings können weitere Anpassungen vorgenommen werden, um den Arbeitsablauf und seine Integration zu optimieren.
Antunes, Harding, Higginson, & EUROIMPACT, 2014; E. Basch et al., 2012; Ethan Basch, Rogak, & Dueck, 2016; Nordhausen et al., 2022; Skivington et al., 2021; Snyder et al., 2012; Wintner et al., 2016; ISOQOL, 2015