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Implementierung der PRO-Erfassung in die klinische Praxis

Zusammenfassung

Die Implementierung der PRO-Erfassung in der klinischen Praxis ist komplex und erfordert die Berücksichtigung vieler Faktoren. Ein strukturierter Neun-Schritte-Ansatz kann die erforderlichen Aufgaben und Arbeitspakete leiten:
  1. Eine gemeinsame Vision schaffen: zentrale Interessengruppen vom Potenzial der PRO-Erfassung überzeugen, um mit der Implementierung zu beginnen

  2. Ziele und Umfang festlegen: sich darüber verständigen, was die PRO-Erfassung erreichen soll und wo sie implementiert wird

  3. Setting-spezifische Bedingungen prüfen: implementierungs- und nutzungsrelevante Faktoren mit geeigneten Methoden analysieren

  4. Den angestrebten Arbeitsablauf modellieren: die PROMs, den Erfassungsmodus, die Datennutzung und die Zuständigkeiten festlegen

  5. Notwendige Voraussetzungen schaffen: einrichten, was benötigt wird (Vereinbarungen, Beschaffung, Anpassungen, Entwicklungen)

  6. Klinisches Personal schulen: das Personal durch geeignete Schulungsinhalte und -methoden auf die Nutzung der PRO-Erfassung und der PRO-Daten vorbereiten

  7. Den angestrebten Arbeitsablauf integrieren: in kleinem Maßstab pilotieren, schrittweise ausweiten und engmaschig beobachten

  8. Evaluieren, um zu optimieren und zu verstetigen: Implementierung und Nutzung der PRO-Daten mit geeigneten Outcomes und Methoden erheben und analysieren

  9. Auf neue Ziele ausweiten: Evaluationsergebnisse, Erfahrungen und geschaffene Ressourcen nutzen, um künftige Implementierungen zu unterstützen

Binden Sie über alle Schritte hinweg relevante Interessengruppen ein (identifizieren, informieren, beteiligen, motivieren), insbesondere Patient:innen, Entscheidungstragende, Gesundheitsfachpersonen und Verwaltung. Eine pragmatische Haltung (realistische Erwartungen, Flexibilität, langfristige Perspektive und klare Kommunikation) hilft, Herausforderungen bei der Implementierung zu bewältigen.