PRO-basierte klinische Kommunikation
Patient:innen zur Beantwortung von PROMs motivieren (2)
Sollte ein:e Patient:in PROMs nach Erläuterung nicht ausfüllen wollen, ist das zu respektieren.
„Ich würde die PROMs gerne ausfüllen, wenn man mir sagen würde, dass dies meiner Genesung helfen und verhindern würde, dass sich kleine Probleme zu großen Problemen entwickeln. Die Krebsbehandlung und ihre Folgen sind komplex, und PROMs können nicht alles lösen, aber sie können dem Gesundheitspersonal dabei helfen, eher früher als später Lösungen anzubieten. Ich wollte wissen, ob mein Weg ‚normal‘ war und ob die Symptome und der Zeitrahmen mit denen anderer Patient:innen vergleichbar waren, die ähnliche Behandlungen durchliefen.
Die Hindernisse auf dem Weg zum Ausfüllen sind physischer und psychischer Natur. Wenn man krank ist, ist man zumindest zeitweise müde und deprimiert. Manchmal muss man sich selbst dazu zwingen, die PROMs auszufüllen. Manchmal spiegeln die Kategorien der Fragen nicht genau meine Situation wider. Das kann sie weniger nützlich erscheinen lassen. […] Ein weiteres Problem ist, dass man als Patient:in manchmal nicht sicher ist, ob die Symptome direkt oder ausschließlich durch die Krebsbehandlung verursacht werden oder ob sie möglicherweise durch andere plötzliche oder langfristige Gesundheitszustände verursacht oder beeinflusst werden. Eine Hilfestellung hierzu wäre wirklich hilfreich.“
Schultz, Alvarez & Nikendei 2018; Aiyegbusi et al. 2022; Nordhausen et al. 2022; Amini et al. 2021; Tieu et al. 2017, Calvert et al. 2022; Van der Willik et al. 2022